Die Schritte (Nachtblut)

Nehme dieses Stundenglas Ein Sandkorn ist ein Atemzug Zerbreche das Glas Wenn du vom Leben hast genug Denn es ist nicht die Zeit Die unser Leben beendet Sondern die Zeit Die man im Leben verschwendet Gib deinem Geist Freiheit, binde dich nicht Denn alles, was du hast, hat irgendwann dich Denn wie alles, hat auch das Leben eine Frist Stehe öfter auf, als du hingefallen bist Als du hingefallen bist Klein ist mein Kind, dein erster Schritt Den ersten gehen Vater und Mutter mit Den letzten gehst du allein So war es und so wird es immer sein Einsam, schwach und hilflos, ist alles, was wir sind Man hat uns hier vergessen, verloren wie Sand im Wind Und im Sand du hast viele deiner Spuren zu hinterlassen Denn ein großes Licht wirft einen großen Schatten Und im Schatten du musst kämpfen, deine Feinde verstehen Bis deine Seele dich verlässt, viele Schritte musst gehen Bis zur Freiheit, die du erreichst irgendwann Und frei ist, wer in Ketten tanzen kann Klein ist mein Kind, dein erster Schritt Den ersten gehen Vater und Mutter mit Den letzten gehst du allein So war es und so wird es immer sein Sei's um ein Jahr, so gehst du mein Kind Wer weiß, was dies dann für Schritte sind, Schritte sind Viele Schritte, unbewacht Bei Tag und auch bei Nacht